Diffusionsprozesse in Gasen

Siehe Demo DIFFUS.                                                          
Hier wird die Herleitung der in DIFFUS verwendeten mathematischen Funk-     
tion zur Beschreibung der Vermischung der beiden Zylinderhälften durch      
einen Schlitz in der Mittelwand gegeben:                                    
Der Diffusionsstrom einer Teilchenart (magenta farbene Moleküle) ist        
nach Fick dem Konzentrationsgefälle proportional. In einer Dimension        
wird das:                                                                   
                  dN           Dc       D Diffusionskonstante [cm²/s]       
(1)               --   = - D*L*--       N Teilchenzahl; L Schlitzweite      
                  dt           Dy       c Teilchenzahl pro Flächeneinheit   
                                                                            
Wir setzen k:= D*L/Dy;  L/Dy ist eine 'Apparatur Konstante', D wird von der 
Gasart, insbesondere von der Masse des Teilchens bei gegebener Tempe-       
ratur bestimmt.                                                             
Da die Flächen oberhalb und unterhalb der Mitte gleich gross sind,          
werden die Konzentrationen den Teilchenzahlen proportional. Aus (1)         
wird deshalb:                                                               
                 dNu/dt = -k*(Nu - Nl)  Nu Teilchen in der oberen Hälfte    
                                        Nl Teilchen in der unteren Hälfte   
Da ferner             N = Nu + Nl       N  Gesamtzahl der magenta Teilchen  
wird                                                                        
           dNu/dt = -k*Nu + k*(N - Nu) = -2*k*Nu + k*N                      
                                                                            
Trennung der Variablen ergibt:                                              
                                                                            
            dNu/(2Nu - N) = -k*dt         und                               
                                                                            
            d(2*Nu-N)/(2*Nu-N) = -2*k*dt.                                   
                                                                            
Integration:                                                                
            ln(2*Nu-N) = -2*k*t + const.   Einsetzen der Anfangsbedingung:  
          - ln(N)      =        - const.   Nu(t=0) = N (alle Teilchen in    
          -------------------------------                  oberer Hälfte)   
      2*Nu-N    -2kt           Nu        -2kt                               
      ------ = e      -->    2*-- - 1 = e                                   
         N                     N                                            
                                                                            
und schliesslich die Formel der Demo:                                       
                                                                            
                +----------------------+                                    
                ¦  Nu    1       -2kt  ¦                                    
                ¦  --  = -*(1 + e    ) ¦        q.e.d.                      
                ¦  N     2             ¦                                    
                +----------------------+                                    
Die Auswertung der 'Versuche', die dieser Formel gehorchen, ergibt die      
Konstante k. Diese wird durch die Schlitzbreite dividiert, woraus eine      
der Diffusionskonstanten proportionale Grösse folgt, die wir direkt ver-    
wenden, um ihre Temperaturabhängigkeit zu untersuchen. Man findet mit dem   
Tutorial DIFFUS, dass   D proportional ÖT, wie in der Natur.